Arbeiten in Skandinavien

Allgemeine Ausspracheregeln

Bokmål und Nynorsk sind Schriftsprachen, die Aussprache ist eigentlich nicht festgelegt, denn gesprochen werden vor allem die Dialekte. Die Ausspracheangaben variieren je nach Grammatik, und was man letztendlich zu hören bekommt, klingt wieder ganz anders. Am besten bleibt man mit der eigenen Aussprache so nah wie möglich am Schriftbild. Oft ist zu lesen, welche Konsonanten nicht ausgesprochen werden sollen - im Prinzip genügt es aber, wenn man lediglich das auslautende t beim bestimmten Artikel (det / -et) und das "g" der Endsilbe -ig nicht mitspricht.

Aussprache der Vokale

Aussprache der Konsonanten

Die meisten norwegischen Dialekte besitzen ein gerolltes "r" ähnlich wie im Italienischen oder im Südostdeutschen, einige westliche haben aber auch deutsches bzw. dänisches "r" (Zäpfchen-R). Dabei ist zu beachten, dass der r-Laut nicht verschluckt werden darf (also dager [da:ger], und nicht [da:ga].

Das norwegische s ist immer stimmlos (wie scharfes S in außen), das norwegische v (und ebenso die Buchstabenverbindung hv) wird wie in "Vase" gesprochen (nicht wie in Vogel!).

Folgende Lautverbindungen sind zu berücksichtigen: sj, skj werden "sch" gesprochen, gj, hj, lj werden "j" gesprochen, tj wird wie in "tja" gesprochen, kj ist der ich-Laut [ç]: nasjon [nasju:n] "Nation", kjøre [çø:re] "fahren". rs wird in manchen Dialekten "sch" gesprochen: vær så god! "bitte schön!" ist also [værscgu.

Vor hellen Vokalen (i, y, ei, øy) gelten besondere Regeln: sk wird hier "sch", g wird hier "j" und k wird hier "ch" [ç] gesprochen: ski [schi:], gi [ji:] "geben", kirke [çirke] "Kirche".

Die Buchstaben c, q, w, x, z kommen nur in wenigen Fremdwörtern vor. Statt ck schreibt man kk, für qu tritt kv ein, für ph/th/kh treten f/t/k ein, z (im Deutschen) wird meist durch s ersetzt: sentrum / senter entspricht "Zentrum", sukker entspricht "Zucker".

Ausnahmen und Varianten

Zu beachten sind vor allem folgende Ausnahmen (Bokmål): det [de] "das, es, jenes", -et [e] "das", de [di:] "sie, die (Mehrzahl)", og [o] "und", jeg/meg/deg/seg [jæi mæi dæi sæi] "ich/mich/dich/sich".

Je nach Sprecher tendiert langes a zu einem o-ähnlichen Laut wie in englisch call, während æ Richtung "a" wie in "Vater" geht und y kaum von unserem "i" zu unterscheiden ist. Je nach Dialekt wird der Diphthong ei wie [æj] oder [aj] gesprochen.